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Geschäftsidee -Hans-Joachim Zech aus Decheldorf findet besonders in Großstädten seine Kunden: Unternehmen, die die Kleidungspflege ihrer Mitarbeiter übernehmen. Meist handelt es sich dabei um Business-Kleidung.

callforcleanDecheldorf -
Hans-Joachim Zech hat eine Maxime: „Je einfacher das Konzept, umso eher wird es angenommen!“ Seine Geschäftsidee ist gleichermaßen einfach wie genial. In einer Zeit, in der die Pizza ins Haus kommt, war dieser Dienst längst überfällig. Mit seinem „CallForClean Inhouse Service“ bietet Zech Unternehmen an, die Kleidungspflege ihrer Mitarbeiter zu übernehmen.

Ein interessantes Angebot vor allem für solche Mitarbeiter, die täglich „wie aus dem Ei gepellt“ ihren Mann oder ihre Frau stehen müssen. Businesskleidung also! Anzug, weißes Hemd und Krawatte oder Bluse sind daher die am häufigsten in Auftrag gegebenen Kleidungsstücke. Wer könnte es einem vielbeschäftigten Manager auch verdenken, wenn er seine gering bemessene Freizeit mit Frau oder Lebensgefährtin verbringen möchte, anstatt sie an Bügelbrett und Waschmaschine zu sehen. Das Unternehmen mit „Schaltzentrale“ in Decheldorf hat daher drei Hauptzielgruppen für sich definiert. Am häufigsten nutzen Singles seinen Service. Dann folgen Haushalte mit zwei Personen ohne Kind und schließlich Haushalte mit zwei Personen und einem Kind.

Auslieferung nach zwei Tagen
In der Praxis funktioniert das System so: CallForClean geht mit einem Stand „in die großen Unternehmen und Konzerne hinein“. Natürlich nachdem man deren Leitung von dem Konzept überzeugen konnte. Das dauerte anfangs etwas länger, wird aber durch Mundpropaganda zunehmend leichter.

Der Stand wird wöchentlich zweimal von einem Mitarbeitern angefahren, der die Kleidung entgegennimmt. Gewaschen, gereinigt und gebügelt wird sie nach zwei oder drei Tagen wieder in die Firma geliefert. Bezahlt wird meist über ein „Guthabenkonto“. Je nach dessen Höhe wird auf den Einzelpreis ein Nachlass von 10 bzw. 20 Prozent gewährt.

Sehr zupass kommt Zech, dass seine Frau und Assistentin Regina diplomierte Textil-Ingenieurin ist. Sie achtet darauf, dass die Kleidung – oft wertvolle Stücke von bekannten Modefirmen oder Designern – nur in die Hände von qualifizierten Reinigern gelangt. Die Reklamationsquote liege derzeit bei 0,06 Prozent, berichtet Regina Zech. Ihr Ziel ist es, sie auf 0,03 Prozent zu senken. Sollte dennoch einmal etwas passieren, versuchen Zechs nach Möglichkeit den Schaden zu regeln und nicht die Kunden damit zu belasten.

Banken und Versicherungen
Eine vorliegende Referenzliste sagt aus, dass Zech mit seiner Dienstleistung in Banken und Versicherungen, Technik- und Energiekonzernen, Consultingfirmen und anderen Eingang gefunden hat.

Das in Decheldorf ansässige Unternehmen ist seit dreieinhalb Jahren am Markt. Mittlerweile wird der Service von rund 4000 Mitarbeitern in 60 Niederlassungen großer Firmen und Konzerne in Anspruch genommen. Derzeit steuert das Unternehmen Frankfurt und Berlin an. Am Regierungssitz gibt es sicher ein reiches Feld zu bestellen. Schon im nächsten Jahr soll ein bundesweites CallForClean-Netz ganz Deutschland überspannen.

Doch zuvor packt das Decheldorfer Team noch eine neue Aufgabe an. Bereits im September startet an zwei Schulen ein Projekt Schulbekleidung. Von „Schuluniform“ wollen die Unternehmer allerdings nichts hören. Zu negativ belegt sei der Begriff. Denn bei ihrer Schülerkleidung handelt es sich um ganz unterschiedliche Stücke. Dennoch sei in Farbe und Design zu erkennen, dass die Träger zusammen gehören. Schließlich wird jedes Kleidungsstück mit einem eigenen Schul-Logo bestickt.

Jüngstes Projekt: Schulkleidung
„Wir unterstützen die Profilierung und fördern die Identifikation aller Beteiligten“, betont Hans-Joachim Zech. Einen positiven Effekt verspricht er sich vor allem für Schüler mit Migrationshintergrund. Die Kleidung soll Zusammenhalt und „Wir-Gefühl“ der Klassen stärken, Konzentration und Leistungsbereitschaft fördern. Über eine monatliche Gebühr, die Reparatur und Größenaustausch (nicht jedoch die Pflege) beinhaltet, wird die Kleidung „gemietet“. Jedes Teil hat seinen „Leasing-Wert“.

Nach der Zahl der Kleidungsstücke errechnet sich die monatliche Gebühr, die im Schuljahr für elf Monate anfällt. Am Jahresende werden die Kleidungsstücke wieder abgegeben, werden entsorgt oder landen – soweit sie noch zu brauchen sind – im Fundus. Da die Teile sehr häufig gewaschen werden, legt Regina Zech Wert auf eine hohe Qualität.

Die Schulen haben übrigens mit der Verwaltung der Kleidung nichts zu tun. Das Unternehmen hat eine kostenfreie 800er Hotline, deren Nummern auf die Buchstaben bezogen spaßigerweise das Wort „Bügeln“ ergeben.

Quelle: www.fraenkischer-tag.de
von Evi Seeger

Q-tex

Textilprofis

Regina Zech

Dipl. Textil-Ingenieurin

Tel: 09548 983890

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Bamberger Straße 18